Leserbrief Felix Tuchschmid

22. November 2020

Keine unverhältnismässigen Eingriffe in das Ortsbild von Illnau

Am Sonntag stimmen wir über zwei Gestaltungsvarianten zum Dorfplatz in Illnau ab. Die Frage ist: Umbau oder Abriss der Gebäude der Usterstrasse 23/25? Die Sanierung der Gebäude könnte direkt im Nachgang zur Abstimmung angegangen werden. Deren Abriss steht hingegen unter einem unsicheren Stern. Die Chancen, dass das historische Gebäude an der Usterstrasse 23 aus dem Inventar für kunst- und kulturhistorische Schutzobjekte von kommunaler Bedeutung entlassen werden kann, sind nur gering. Das Zürcher Verwaltungsgericht attestierte dem Gebäude im Jahr 2016 eine mittlere bis hohe Schutzwürdigkeit und verhinderte schon einmal dessen Inventarentlassung. Konzeptstudien der ZHAW halten fest, dass eine befriedigende Umgestaltung des Dorfplatzes auch bei Erhalt der Usterstrasse 23 möglich und eine Sanierung aus städtebaulicher Sicht gar zu bevorzugen sei.

Vor diesem Hintergrund ist es fragwürdig, wenn dem Ortsbild- und Heimatschutz von Seiten der Neubau-Befürworter vorgeworfen wird, mit gerichtlichen Verfahren die Demokratie zu missachten. Denn der Schutz des Ortsbilds und von historisch bedeutsamen Gebäuden ist Teil unserer Demokratie und direkt über das geltende kantonale Planungs- und Baugesetz vom Volk legitimiert. Das Beispiel des Dorfplatzes Illnau zeigt auch deutlich, dass die Institution des Ortsbildschutzes wichtig ist: Auf der einen Seite steht eine vom Stadtrat solid geplante Sanierungsvariante inklusive attraktiver Platzgestaltung um die bestehenden, schutzwürdigen Gebäude herum, die auch vom Grossen Gemeinderat bevorzugt wird. Auf der andern Seite liegt eine kurzfristig ausgearbeitete, nicht ausgereifte Projektidee vor, die einen Abriss zugunsten eines grösseren Parkplatzes erzwingen will. Genau diese Art von unnötigen und unverhältnismässigen Eingriffen in historisch bedeutsame Baustruktur soll durch den Ortsbildschutz verhindert werden. Verhindern auch wir diesen Sonntag einen solchen Eingriff in Illnau; deshalb JA zum Gegenvorschlag des Stadtrats (Vorlage B, Umbauvariante).

Leserbrief Erika und David Zimmermann

12.. November 2020

Ein Landihaus, das Tradition und Moderne verbindet

Im Oktober 2014 hat der Zürcher Heimatschutz schon einmal erfolgreich gegen den Beschluss des Stadtrates Einspruch erhoben, die Usterstrasse 23 aus dem Inventar der kunst- und kulturhistorischen Objekte von kommunaler Bedeutung zu entlassen. Das bedeutet, dass der Abriss und Neubau nur mit einem erhöhten juristischen Risiko zu realisieren ist. Die Annahme des Abrisses (Vorlage A) würde also nicht nur die Opposition des Heimatschutzes wieder auf den Plan rufen, sondern auch die jahrelange kostenintensive Planungsarbeit für die bauliche Gestaltung des Quartiers zur Makulatur machen.

Mit dem Umbau (Vorlage B) wird eine wirtschaftlich gute Lösung realisiert, die ohne potenziellen Rechtsstreit sofort an die Hand genommen werden kann. Zudem wird so der Begegnungsplatz abgeschirmt vom Strassenlärm – wer will schon neben all den Autos und den Lastwagen Kaffeetrinken?

Daher ein NEIN zur Vorlage A, ein JA zum Gegenvorschlag B, sowie ein Kreuz bei der Stichfrage C zum Gegenvorschlag B, wie es auch Stadt- und Gemeinderat empfehlen. So haben wir nach 23 Jahren endlich den gewünschten Dorfplatz und ein attraktiv renoviertes Landihaus, das Tradition und Moderne verbindet.

Leserbrief Matthias Müller 

11. November 2020

Auf das erste Problem «Abriss» folgt das zweite Problem «Neubau»

Haben Sie es gelesen? «Sie entscheiden». Am 29. November entscheiden Sie an der Urne über das Dorfzentrum von Illnau. Aber wissen Sie, was Sie genau entscheiden? Dass es einen «grossen Dorfplatz» geben soll? So wie es auf den Plakaten zu lesen ist, die den Abriss des Landi-Hauses fordern? Lassen Sie sich nicht an der Nase herumführen. So viele Fragen, wie Sie bis hierher gelesen haben, so viele Fragen und ein paar mehr stellen sich zur Umsetzungsvorlage A. Sie will mit dem Kopf durch die Wand. Denn ob das Landi-Haus überhaupt abgerissen werden kann, ist mehr als fraglich. Und zweitens müssten im weiteren Verlauf mehrere gesetzliche Regelwerke in aufwändigen Verfahren abgeändert werden, bevor ein neues Gebäude überhaupt erstellt werden kann: der Quartierplan, der Gestaltungsplan und der Kernzonenplan. Das dauert Jahre und die Aussicht auf Erfolg ist erst noch ungewiss. Das wurde auch an der Podiumsdiskussion im Stadthaus von vergangener Woche deutlich.

In einem sind sich alle einig: So wie es heute an der vielbefahrenen Usterstrasse aussieht, darf es nicht bleiben. Wer aber nicht weitere 20 Jahre warten will, bis sich – vielleicht – endlich etwas zum Guten bewegt, der stimmt Ja zum Gegenvorschlag B, wie es der Stadtrat und der Grosse Gemeinderat empfehlen. Mit einem Ja zum Gegenvorschlag B erhält Illnau einen schmucken Dorfplatz – und zwar jetzt. 

 

Leserbrief Christian Deuschle

9. November 2020

Worum geht es eigentlich?

 Bei der kommunalen Volksabstimmung zum Dorfplatz wird in der sehr aufwändigen Werbung der Abrissbefürworter des Inventarobjekts ‘Landihaus’ Usterstrasse 23 mit Schlagworten, Behauptungen und Unwahrheiten (fake news) getrickst.

 So wird in der Werbung behauptet, dass ‘ihr’ Dorfplatz 62% grösser sei; tatsächlich sind es 27%!. Das ortsbildlich prägende Haus sei ein ‘marodes Gebäude’. Verschwiegen wird, dass dessen Renovation im Budget 2008 eingestellt war. Erst mit einer Interpellation des heutigen Finanzvorstandes wurde verhindert, dass sich das Gebäude heute in gutem Zustand befindet. Mit penetranter Regelmässigkeit wird behauptet, eine Sanierung sei ein Fass ohne Boden. Die Unsicherheit liegt einzig in allfälligen unvorhergesehenen Altlasten; die fallen aber auch bei einem Abbruch an. Alle übrigen Kenngrössen sind bei der Sanierungsvariante günstiger (s. Abstiimmungsbüchlein S.10). Total kleingeredet wird die Planungssicherheit: Mit der Sanierung (Vorlage B) kann umgehend begonnen werden, Die Abrissvariante braucht neben diversen baurechtlichen Anpassungen (Gestantungsplan, Zonenplan, Baulinien…) eine bisher bis vor Verwaltungsgericht abgelehnte Entlassung des Gebäudes aus dem Denkmalschutzinventar. Es sei “ein wichtiger ortsbaulicher, sozialgeschichtlicher und baugeschichtlicher Zeuge”. Jetzt wird sogar von einem Mitglied der selbständigen Baubehörde , welche das Inventar beachten muss, ein Gegensatz zwischen Denkmalschutz und Demokratie behauptet (Leserbrief von Heinz Marti im regio vom 5.11.)

 Seit 12 Jahren wurden diverse teilweise zweifelhafte parlamentarische Vorstössen eingereicht (inkl. der vorliegenden Abstimmungsvorlage, wo die Einheit der Materie umstritten ist). Diese führten seither immer zu einer Verzögerung der eigentlich unbestrittenen Zentrumsaufwertung. Man muss zum Schluss kommen, dass mit diesem Projekt ein Präzedenzfall für die Aufweichung des Denkmalschutzes geschaffen werden soll, als Vorstufe zur Abschaffung.

Leserbrief Annina Annaheim

5. November 2020

Prinzip Hoffnung oder Dorfplatz jetzt?

Das Baurekursgericht lehnte einen Abriss der Usterstrasse 23 im 2015 ab. Der Entscheid wurde an das Verwaltungsgericht weitergezogen, welches den Rekurs 2016 dann ebenso abgelehnte, eine Inventarentlassung der Usterstrasse 23 sei «rechtswidrig.» Und weiter «Unter diesen Umständen hätte der Beschwerdeführer substanziiert darzutun, weshalb ein Abbruch des Gebäudes für eine befriedigende Gestaltung des Dorfplatzes dennoch zwingend notwendig ist.» Oder vereinfacht: Ob es uns passt oder nicht, so einfach geht das mit dem Abriss nicht, da muss erst erneut der Rechtsweg beschritten, muss Steuergeld für Prozesse aufgeworfen werden – um am Schluss doch wieder zurück bei Feld eins zu landen. Prinzip Hoffnung zu Lasten der Steuerzahler? Da unterstütze ich lieber den Stadtrat, der sich für eine Sanierung einsetzt, damit Illnau JETZT zu einem Dorfplatz kommt. Aus diesem Grund stimme ich Ja zum Gegenvorschlag B mit der Variante Umbau.

LeserbriefJudith Bertschi Annen, Illnau

3. November 2020

Dörfliche Substanz zerstören?

Auf keinen Fall, denn es ist schon Vieles verlorengegangen im Zentrum von Illnau. Denken wir an die architektonisch wertvolle Villa Bertha, die einst auf dem Parkplatz hinter dem «Frieden» stand oder an die mächtige Mülischüür auf dem Parkplatz des «Rössli». Auf alten Postkarten ist alles noch sichtbar.

Die Überbauung «Station», der Schoggiriegel, wird von vielen Illnauern als hässlich empfunden? Darum sollten alle dankbar sein, dass das Landihaus in seiner jetzigen Form erhalten wird. Später werden wir bedauern, dass ohne Not Ehrwürdiges über Bord geworfen und in einer Baugrube versenkt wurde, wie ehemals die Villa Bertha.

Zudem: Gerne würde ich wissen, wofür die Illnauer Vereine einen grösseren Dorfplatz brauchen, ausser für die Chilbi. Und für diese oder andere besondere Anlässe kann die Usterstrasse gesperrt werden.

Der leichtfertige Abriss des Landihauses steht in keinem Verhältnis zum möglichen Gewinn. Mit der Variante Umbau erhalten wir ein ortsbaulich und sozialgeschichtlich prägendes Gebäude. Ein Stück Heimat auch für unsere Kinder und spätere Generationen.

Leserbrief
Almut Berger

29. Okt. 2020

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leserbrief 

U. Annen
Illnau
9. Sept. 2017

Illnau braucht den Dorfplatz jetzt! – Renovation statt Abriss

Seit 23 (!) Jahren wird in der Gemeinde bereits um einen repräsentativen Dorfplatz in Illnau «gekärt»! Im Stadtrat, im Gemeinderat, im Volk, vor Gericht. Genug ist genug: Illnau braucht den Dorfplatz JETZT!

Streitpunkt ist das unter Heimatschutz stehende Landihaus, das ehemalige Konsum-Gebäude der landwirtschaftlichen Genossenschaft an der Usterstrasse 23, und die Frage, ob der seit Jahren vernachlässige Bau abgerissen oder saniert werden soll. Das Verwaltungsgericht ist in seinem Urteil vom 12. Mai 2016 zum Schluss gekommen, dass eine Inventarentlassung rechtswidrig sei, das 1928 erbaute Wohn- und Gewerbehaus ein «hochwertiges Denkmalschutzobjekt».

Mit einem JA zum Abriss droht ein jahrelanger und teurer Rechststreit und eine weitere Verzögerung eines neuen Dorfplatz! Das Umbauprojekt hingegen entspricht der geltenden Rechtslage, es könnte also innert nützlicher Zeit umgesetzt werden.

Wie ein vermeintlicher Schandfleck fit für die Zukunft gemacht wird, zeigt sich übrigens gerade an der Usterstrasse 1: Das schon oft totgesagte «Birestiel-Haus» entledigt sich zunehmend seiner renovationsbedingten Verhüllung. Demnächst werden mit dem benachbartem «Bereuter-Haus», einer ehemalige Schmiede, sowie der Usterstrasse 5 (heute Gesundheitspraxis) weitere Sanierungen wichtiger Zeitzeugen des dörflichen Illnaus folgen.

Doch zurück zu Landihaus und Dorfplatz: Sorgen wir dafür, dass diese endlose Geschichte so rasch als möglich ein Ende findet. Und sagen wir am 29. November JA zum Landihaus als markanter und geschichtsträchtiger Mittelpunkt von Illnau. Sagen wir JA zu der Renovation des im Sinne der Umbauvorlage von Stadt- und Gemeinderat! Sagen wir zur JA zur Vorlage B «Umbau statt Abriss». Und sagen wir JA zu einem Dorfplatz JETZT!

 

Die Zwängerei hat Folgen

„Viel zu teuer!“ lautete im Jahre 2011eines der Hauptargumente gegen die Renovation der Usterstrasse 23.  Am letzten Donnerstag hat das Parlament eine Volksinitiative der JLIE für gültig erklärt, welche den Stadtrat zwingt, zwei Vorlagen auszuarbeiten, die dem Stimmvolk vorgelegt werden müssen. Nachdem schon zwei Mal Gerichtskosten bezahlt werden mussten, werden nun Fr. 845’000.- an Planungskosten anfallen. Für eine Planung, die selbst bei einem Volks-Ja zur Initiative vermutlich zu nichts führen wird, weil (jenseits bauhistorischer und ästhetischer Rücksichten) rechtliche Gründe einem Abriss der Usterstrasse 23 entgegenstehen.

Ohne die Zwängerei der sonst so sparbeflissenen Parteien JLIE und SVP hätten wir längst ein renoviertes Haus und einen ansprechend gestaltetes Dorfzentrum. Dank ihnen wird uns der unbefriedigende Zustand noch jahrelang erhalten bleiben und die Million ist weg!

Leserbrief 
M. Graf
Effretikon
6. Nov. 2016

Mit dem Kopf durch die Wand

Hätte das Illnau-Effretiker Parlament vor knapp 6 Jahren dem Gestaltungsprojekt Ryffel & Ryffel, Uster für den Dorfplatz Illnau und dem Sanierungsprojekt von Lardi & Gmür für die Liegenschaft Usterstrasse 23 zugestimmt, würde Illnau heute über ein adäquates und attraktives Zentrum mit Bibliothek und Café verfügen. Doch angeführt von den Jungliberalen wusste es der Grosse Gemeinderat besser. Er verkannte, dass Zentren nicht von der Grösse von Plätzen leben, sondern von ihren publikumsintensiven Nutzungen. Zudem weigerte er sich, akzeptieren zu wollen, dass die Liegenschaft Usterstrasse 23 erstens sanierungstauglich ist und zweitens im Zentrum von Unterillnau eine markante zentrale Stellung einnimmt. Sowohl das Baurekurs- als auch das Verwaltungsgericht haben zwischenzeitlich beides bestätigt.

Nun will ein bürgerliches Initiativkommitee mit dem Kopf durch die Wand. Verklausuliert fordert es die gerichtlich verweigerte Inventarentlassung mit anschliessendem Abbruch der Usterstrasse 23 und die Schaffung eines grossen Platzes. Man darf sich fragen, für wen? Um einmal im Jahr die Rückkehr eines Dorfvereins vom „Eidgenössischen“ zu empfangen, eine Tradition, die wohl ohne Karl Moos kaum weiterleben wird? Oder um die „zahlreichen“ Konsumenten zur Begegnung einzuladen, welche an Abenden oder Samstagen das Zentrum von Illnau „zu Hunderten“ bevölkern? Wohl kaum!

Das Resultat der Initiative wäre ein Platz ohne Leben – faktisch ein Parkplatz, eine ungenutzte Parkfläche mehr in einem Dorf ohne Zentrumsangebote. Menschen treffen sich dort, wo ein Angebot besteht. Dorfbrunnen und Bsetzisteine reichen dazu nicht aus. Ganz abgesehen davon, dass die gesetzlichen Voraussetzungen für das Ziel der Initiative – die Entfernung eines in den Augen der Initianten ungeliebten Hauses – nicht bestehen.

Und so geht der Kampf der Unbelehrbaren um das Illnauer Zentrum in die nächste Runde, mit einer Volksinitiative quengelnder Parlamentarier. Wer sicher sein will, dass sich in den nächsten 10 Jahren im Zentrum von Illnau rein gar nichts verändert, soll sie unterschreiben!

Leserbrief 
U. Annen
3. Sept. 2009

Zum dringlichen Postulat ‚Vergrösserung Dorfplatz Unterillnau’

Ich stimme dem durchaus bei: Dorfzentren müssen auch in Zukunft den Bedürfnissen der Bevölkerung dienen und mit der blossen Bewahrung von älterer Bausubstanz macht man noch keine Zentrumsentwicklung. Der Vorschlag von Philipp Wespi kommt ja auch ganz vernünftig daher: mehr Dorfplatz soll es geben, mehr Begegnungsraum  und gleichzeitig kann die Stadt noch eine schöne Menge Geld sparen. Angesichts der Riesenprojekte in Effretikon wäre doch ein bisschen mehr Grosszügigkeit in Illnau mehr als angezeigt.

Bei genauerem Hinsehen wird klar, dass der Abbruch der Usterstrasse 23 die falsche Massnahme wäre. Die Argumente Wespis stechen nicht und  die Folgen der Häuservernichtung müssen überdacht werden:

1. Ein Platz entsteht nicht einfach durch Leere. Ein Platz wird in seiner Qualität wesentlich geprägt durch das, was um ihn herum ist. Die Planung des neuen Wohn- und Geschäftshauses ist sichtbar abgestimmt auf die Häuser Nüssli und Alter Volg (= Usterstrasse 23). Aufschlussreich war in dieser Hinsicht die Fotomontage im regio vom 6. August.

 2. Das Haus ist das letzte originale nicht-bäuerlich geprägte  Gebäude im Dorfkern. Die lausige Fassade sagt nichts aus über dessen bauliche Substanz, die durchaus beeindruckend ist.  Ohne dieses Haus verliert Unterillnau sein Gesicht; es ist nichts in Sicht, wodurch es dieses zurückerhalten könnte.

 3. Die Vorstellung einer räumlich grosszügigen italienischen Piazza voll bunten Lebens ist zwar verlockend, aber für unsere Breitengrade sehr unrealistisch. Für Dorffeste gehört die Strasse gesperrt, dann ist Platz genug für fast alles. Atmosphäre und Sicherheit sind, wie die Kilbi zeigt, sofort gewährleistet. Als Begegnungsort reicht der geplante kleine Platz durchaus.

 4. Erfahrungsgemäss werden leere gepflasterte Plätze in unsern Landen letzten Endes immer zu Parkplätzen. In der jetzigen Planung sind 21 überirdische Parkplätze für Kunden vorgesehen.  Die nach Presse für die Bewohner der 24 Wohnungen vorgesehenen 62 (!) unterirdischen Parkplätze dürften doch wohl zu einem schönen Teil auch den Läden zu Gute kommen. Mehr davon braucht es nicht.

 5. Die Stadt kann nicht andere Eigentümer via Denkmalschutz darauf verpflichten, ihre Häuser zu erhalten und selber völlig ohne Not eine schutzwürdige Liegenschaft abreissen lassen. Das Vorschieben einer sogenannten Volksmeinung ist unstatthaft; die Abstimmung über das Verbandsbeschwerderecht hat gezeigt, dass das Volk die Überordnung gewisser Werte durchaus versteht und billigt.

 Ich freue mich auf ein renoviertes Haus, in dem dann hoffentlich auch die Bibliothek von Illnau ihren neuen Platz findet.

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